
Manchmal scheint das Gefühl der Einsamkeit überwältigend. Man fühlt sich nicht zugehörig, nicht verstanden, nicht gemocht und geschätzt. Viele Menschen berichten, dass sie sich manchmal einsam fühlen, Sie sind sicherlich nicht allein. Tatsächlich gibt die Hälfte aller Menschen an, sich entweder manchmal oder meistens einsam zu fühlen.
Es sind zwei verschieden Arten von Einsamkeit zu unterscheiden. Einsamkeit kann entweder als „situativ“ oder als „intern“ bezeichnet werden. Situative Einsamkeit entsteht, wenn Umwelt- oder soziale Faktoren die soziale Isolation verstärken. Das bedeutet, dass eine Person allein ist und wenige soziale Interaktionen stattfinden. Interne Einsamkeit entsteht, wenn eine Person die Trennung von anderen wahrnimmt und darunter leidet. Dies kann auch der Fall sein, wenn regelmäßige soziale Interaktion stattfindet und die Person im eigentlichen Sinne nicht allein ist. Sie fühlt sich jedoch nicht zugehörig und nicht verbunden.
Beide Arten von Einsamkeit sind wichtig zu berücksichtigen. Besonders besorgniserregend ist jedoch die Einsamkeit, die daraus resultiert, dass sich eine Person von anderen abgekoppelt und/oder unerwünscht fühlt. Mit anderen Worten: Die Erfahrung der Einsamkeit einer Person hat mehr mit der Wahrnehmung des Alleinseins zu tun als mit dem tatsächlichen Alleinsein.
Einsamkeit ist besorgniserregend, weil sie häufig zu einem erhöhten Risiko für psychische Probleme und sogar körperliche Erkrankungen führt. Insbesondere trägt Einsamkeit oft zu Depressionen, geringerem Selbstwertgefühl und Substanzkonsum bei. Zunehmende Einsamkeit kann auch dazu führen, dass bestehende psychische Probleme schwerer zu behandeln sind. Auf der anderen Seite kann die wahrgenommene soziale Unterstützung als Puffer gegen Depressionen und Angststörungen wirken.
Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und ihrer Auswirkungen auf das Wohlbefinden war Einsamkeit bereits vor 2020 ein wichtiges Thema. Seit pandemiebedingten Abriegelungen und sozialer Distanzierung ist es wichtiger denn je, sich mit Einsamkeit zu befassen. Es muss mehr getan werden, um die Einsamkeitsgefühle der Menschen zu lindern und so die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen zu verbessern.
Wenn es Ihnen sehr schwer fällt, soziale Kontakte zu knüpfen (die meisten von uns haben damit manchmal Probleme), suchen Sie sich professionelle Hilfe. Eine Psychologische Beratung kann beispielsweise dabei helfen, soziale Fähigkeiten zu entwickeln, um sich sicherer im Umgang mit anderen zu fühlen. Wenn Sie aufgrund einer psychischen Erkrankung wie beispielsweise zwischenmenschlicher Traumata, sozialer Ängste oder einer Autismus Spektrums Störung erhebliche Schwierigkeiten mit sozialer Interaktion haben, kann Ihnen eine Psychologische Psychotherapie helfen. Eine gute Psychologische Beratung kann auch bei entsprechenden Auffälligkeiten eine Therapie empfehlen und bei der Therapeut*Innensuche unterstützen.
Wenn Sie sich einsam fühlen, denken Sie daran, dass Sie vielleicht mit einem Teil von sich selbst verbunden sind, der einsame Gefühle aus der Vergangenheit in sich trägt. Diese Gefühle können an Intensität zunehmen, wenn sie ausgelöst werden. Sie können zum Beispiel ausgelöst werden, wenn wir Zeit allein verbringen oder wenn jemand Pläne absagt oder kein Interesse an uns zu haben scheint.
Konzentrieren Sie sich darauf, sich mit diesem einsamen Teil von Ihnen zu verbinden (finden Sie das einsame Gefühl in Ihrem Körper und konzentrieren Sie sich darauf). Konzentrieren Sie sich dann darauf, diesem Teil von Ihnen Mitgefühl und Freundlichkeit entgegenzubringen, um die einsamen Gefühle zu lindern. Wenn Sie damit Schwierigkeiten haben (sich mit jüngeren oder verletzlicheren Teilen von sich selbst mit Mitgefühl zu verbinden), können Sie sich professionelle Hilfe holen und beispielsweise mit Psychologischer Beratung einen freundlicheren und positiven Umgang mit sich selbst entwickeln.
Sie müssen es nicht allein schaffen. Wenn die oben genannten Ansätze nicht ausreichen, um Einsamkeitsgefühle zu verringern, kann beispielsweise eine Psychologische Online Beratung helfen. Professionelle Helfer*Innen können andere soziale Kontakte nicht ersetzen. Jedoch kann es ein erster Ansatz sein, die Isolationsgefühle zu verringern. Außerdem kann Ihnen Unterstützung geboten werden, die Faktoren zu erkennen, die zu Ihrer Einsamkeit beitragen. Eine Beratung kann Sie dabei unterstützen, die soziale Interaktion zu verbessern und kann auch an den Ursachen Ihrer Einsamkeit ansetzen.
